COVID-19 Kurzarbeit

Update: 30.03.2020 15.40 Uhr
Wesentliche Änderungen zur Vorversion AMF-01KUA-03/20a: In die Verpflichtungserklärung wurde aufgenommen, dass eine Änderung der im Begehren angegebenen Bankverbindung nur mit Zustimmung der kontoführenden Bank zulässig ist. Dadurch soll die Möglichkeit einer Vorfinanzierung durch die Bank erleichtert werden. Weiters wurde zur Betrugsprävention verdeutlicht, dass z.B. auch Vor-Ort-Kontrollen möglich sind.
Anbei der Link zu den Aktuellen Formularen.
Die aktuellen Formulare finden Sie auch in der grünen Box.


Update: 26.03.2020 13.00 Uhr
Die neu Bundesrichtlinie Kurzarbeitsbeihilfe (KUA-COVID-19) wurde veröffentlicht sowie weitere Dokumente zur Kurzarbeit aktualisiert.

Ein Video, wie man das Formular zur Kurzarbeitshilfe richitg ausfüllt, steht seit kurzem auf der AMS-Hompage. Link zum Video


Update: 20.03.2020 09.00 Uhr
Die neue Bundesrichtlinie zur Kurzarbeitsbeihilfe wurde veröffentlicht.

Zentrale Erleichterungen:

Förderbarer Personenkreis
  • Förderbar sind alle Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer.
  • Mitglieder des geschäftsführenden Organs sind förderbar, wenn sie ASVG-versichert sind.
  • Lehrlinge sind dann förderbar, wenn sie von der Sozialpartnervereinbarung umschlossen sind.
Alturlaubsansprüche sowie Zeitguthaben sind tunlichst abzubauen. Alturlaube und Zeitguthaben können auch während des Kurzarbeitszeitraumes abgebaut werden.
Da der Urlaubsverbrauch (bzw. Verbrauch von Zeitguthaben) von der Arbeitgeberin/vom Arbeitgeber nicht einseitig angeordnet werden kann, hat er lediglich ein ernstliches Bemühen und keinen bestimmten Erfolg nachzuweisen. Kommt es etwa in Verhandlungen mit dem Betriebsrat zu keiner Einigung über den Abbau von Alturlauben (bzw. von Zeitguthaben), schadet dies der Arbeitgeberin/dem Arbeitgeber nicht.



Stand: 17.03.2020 14.00 Uhr

COVID-19 Kurzarbeit ist eine der aktuellen Situation angepasste Form der Kurzarbeit, die es Ihnen ermöglicht, betriebsbedingten Kündigungen entgegenzuwirken. Sie können damit Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen halten und betriebliches Know-how sichern.

Was ist die neue COVID-19-Kurzarbeit?
  • Bei betriebswirtschaftlicher Notwendigkeit kann auf Basis einer Sozialpartnervereinbarung eine Kürzung der Arbeitszeit von 10 - 90% beantragt werden. Im Durchrechnungszeitraum kann diese sogar phasenweise auf 0% gesenkt werden. 
  • Der dabei entstandene Entgeltausfall wird durch das AMS in Form einer Kurzarbeitsbeihilfe so ausgeglichen, dass sich ein Nettogehalt von 80 - 90%, gestaffelt nach Einkommenshöhe, ergibt. Ebenfalls ersetzt werden dem Arbeitgeber die anteiligen Arbeitgeber-Sozialversicherungsbeiträge. 
  • Vor Beginn der Kurzarbeit sind Alturlaube und Zeitguthaben zur Gänze zu konsumieren. Der Beschäftigtenstand muss während der Kurzarbeit und mindestens 1 Monat darüber hinaus aufrechterhalten werden. 
Wer kann die COVID-19-Kurzarbeit beantragen?
  • Jeder Betrieb, der die wirtschaftliche Notwendigkeit der COVID-19-Kurzarbeit begründen kann. 
  • Dies gilt auch für jene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von Arbeitskräfteüberlassern, die in von COVID-19-Kurzarbeit betroffenen Betrieben überlassen sind. 
Ab wann und wie lange gilt sie?
  • Der Antrag auf Kurzarbeitsbeihilfe kann rasch und rückwirkend ab 1. März gestellt werden. Wir erarbeiten aktuell eine neue Richtlinie und möglichst rasch auch ein Antragsformular (Das neue aktualisierte Formular ist voraussichtlich mit 18.03.2020 verfügbar). Bis dahin bitten wir Sie, die Zeit zu nutzen, um sich an die Landes-Wirtschaftskammer zu wenden und die Sozialpartnervereinbarung vorzubereiten. 
  • Der Kurzarbeitszeitraum beträgt maximal 3 Monate, eine Verlängerung um weitere 3 Monate ist möglich, sofern die Krise entsprechend lange anhält. 
Wie beantragen Sie die COVID-19-Kurzarbeit?
  • Informationen beim AMS einholen (unter COVID-19-Kurzarbeitsmodell und falls erforderlich per Email oder Telefon) 
  • Umgehende Verständigung des AMS über bestehende Beschäftigungsschwierigkeiten
  • Kontakt mit Ihrem Betriebsrat aufnehmen (soweit vorhanden) 
  • Kontakt mit Ihrer Landes-Wirtschaftskammer zur Vorbereitung der Sozialpartnervereinbarung aufnehmen 
  • Folgende Dokumente ausfüllen: Sozialpartnervereinbarung, AMS-Antragsformular (sobald verfügbar), Begründung über wirtschaftliche Schwierigkeiten 
    • Eine von ArbeitgeberIn und Betriebsrat (bei Fehlen eines Betriebsrats: von sämtlichen betroffenen ArbeitnehmerInnen) unterzeichnete Sozialpartnervereinbarung, die sie jetzt schon erstellen können.
      Betriebsvereinbarung – wenn Betriebsrat vorhanden – Siehe Anhang 1
      Einzelvereinbarung – wenn kein Betriebsrat vorhanden – Siehe Anhang 2
      Dazu eine Handlungsanleitung – Siehe Anhang 3
       
  • Dokumente per Email oder postalisch an das AMS übermitteln 
  • AMS bearbeitet Ihren Antrag
  • AMS informiert Sie über die Entscheidung
Quelle: AMS